05.12.2021 - Matchbericht Tre Valli - Tribschen 2 l 64

Leider muss ich leider unsere Niederlage gegen Tre Valli vermelden. Diese Niederlage war nicht unbedingt zwingend. Toni Riedener legte am 4. Brett, mit Weiss spielend, gegen den schwächsten der vier Gegner vor. Ich selber hatte am 3. Brett eine sehr interessante Partie gegen Giovanni Laube, dem elostärksten Tessiner, am Laufen. Die Gegner von Mario u. Frank waren beide elomässig etwas schwächer, was allerdings nichts hiess. Beide verloren ihre Partien nicht gerade sang- und klanglos, aber doch etwas gar mit wenig Gegenwehr. Mein Gegner hatte doch etwas mehr zu kämpfen und war froh, dass er seinen in der Mitte gebliebenen König gegen meine Drohungen abschirmen konnte. Dass ich dafür einen Bauern geopfert hatte, mochte mein Computer. Die Partie blieb lange zweischneidig. Im 19. Zug übersah mein Gegner (und nicht nur er) einen relativ einfachen Gewinnzug. Dieses Malheur passierte ihm im Turmendspiel noch einmal, was mir erlaubte in ein Remis abzuwickeln. Mit viel Glück holte ich den angestrebten halben Punkt, was schlussendlich aber nichts mehr nützte. Mit einem Mannschaftssieg hätten zumindest theoretische Chancen auf einen Aufstiegsplatz bestanden. Wir hätten dabei aber auf die Schützenhilfe von Zürich 4 und Lezti 1 hoffen müssen – nicht gerade Mannschafte, auf die man viel Geld setzen würde. Hätte, hätte, Fahrradkette. Nach dieser etwas enttäuschenden Niederlage ist für uns die Saison eh gelaufen.

Es sei mir an dieser Stelle noch ein „kleines“ Resumee erlaubt. Die Ausgangssituation aufgrund der Covid Pandemie war für viele sicher nicht einfach. Unser Verein wollte sich davon aber nicht beirren lassen und meldete vier Mannschaften. Der SSB trug diesem Umstand ebenfalls Rechnung und reduzierte die Anzahl Spieler in den unteren Ligen auf vier. Dass dies eine hilfreiche Entlastung darstellte, zeigte sich bereits in den ersten Runden, da unsere 1. Mannschaft doch mit Aufstellungsproblemen zu kämpfen hatte. Wären Christoph Sterkman und Tonio Schütze nicht noch kurzfristig dazugestossen, hätte ich vor allem am Anfang grossen Personalmangel gehabt. Je länger die Meisterschaft ging, desto geringer wurden die Aufstellungsprobleme sowohl in der ersten als in der zweiten Mannschaft. Dass wir in der ersten Runden gegen den Aufsteiger Oftringen verloren, war sicher auch dem Umstand geschuldet, dass ich unsere Nummer 1, Toni Riedener, an die 1. Mannschaft abgeben musse. Diese Scharte konnte dann in der 2. Runde mit einem feinen 3.5:0.5 Sieg gegen Höngg ausgewetzt werden. Es schien so, als ob wieder auf Kurs kamen. Umso unverständlicher war das, was sich in der dritten Runde gegen Letzi zutrug. Es war das Versagen der ganzen Mannschaft, das zu der 0:4 Klatsche führte. Mit dem hatte ich nicht gerechnet, als ich meine Ferien in Andulusien startete. Von diesem Schock zeigte sich unsere Mannschaft in der vierten Runde bestens erholt und putzte Gligoric klar mit 3:1 weg. Der Sieg in der fünften Runde wurde uns dank eines Forfaits gegen Zürich 4 geschenkt. Damit war der Klassenerhalt erreicht und man konnte noch von einem Aufstiegsplatz träumen. Wie dieser Traum platzte, ist oben beschrieben.

Man darf es mir nicht verdenken, dass ich insgesamt doch etwas enttäuscht bin ab dem Ausgang der Meisterschaft. Es wäre durchaus etwas mehr drin gewesen. Ich hoffe, dass es nicht am Coaching gelegen hat. Apropos Coaching. Da ich diese Saison die 2. Mannschaft nur interimsmässig übernommen habe, sind wir im Verein auf der Suche nach einem neuen Mannschaftsleiter. Ich hoffe, dass wir nicht zu lange suchen müssen, da ich doch den einen oder anderen geeigneten Kandidaten aus der 2. Mannschaft sehen würde.

Zum Schluss möchte ich allen Spielern danken, die sich immer wieder die Zeit genommen haben, den einen oder anderen Samstag für das Team zu opfern. Einen besonderen Dank geht dabei an diejenigen, die bei Ausfällen noch kurzfristig nachrückten. So haben wir es auch in dieser Saison geschafft, ohne Forfaitniederlagen durch die Saison zu kommen.